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- UNSERE TIPPS IM SPÄTSOMMER - 

Die Ringelblume - Blume des Monats
- Textvorlage und Fotos: Silvia Hartung (Ex-Kollegin des GKD) / Ergänzungen: Ursula Kämmerling * -

 * Beim biologischen bzw. naturnahen Gärtnern (z.B. im VHS-Biogarten) wird die Ringelblume, die ihren Namen
von den halbkreisförmigen kleinen Samen-Ringeln hat, gern als natürlicher Schutz gegen Schnecken,
Würmer, Läuse und andere Schädlinge zwischen Gemüsepflanzen bzw. am Beetrand ausgesät.
 Ihr penetranter Geruch (besonders am Stängel) gefällt den unerwünschten "Gästen"
so GAR nicht ... und schon hat der verantwortungsvolle Bio-Gärtner
eine wunderbare Alternative zur "chemischen Keule"!

Außerdem sind die Blütenblätter der Ringelblume essbar. Sie schmecken leicht bitter bis nussig und
machen sich sehr hübsch als Deko u.a. auf Süßspeisen oder Käseplatten und können auch
in Blattsalaten für gesunde Farbtupfer sorgen!

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Die Ringelblume in der Naturheilkunde

Die Ringelblume war in der Volksheilkunde schon immer ein wichtiges Wundheil- und Schönheitsmittel. Mit Ringelblumensalbe wurde rissige, trockene oder alternde Haut
wieder weich und schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Furunkel
bildeten sich dank der besonderen Wirkstoffe wieder zurück.

Innerlich als Tee wurde der Ringelblume vor allem eine stärkende Wirkung auf die Verdauungsorgane nachgesagt.  Außerdem wirkt er gegen Allergien.

Die Ringelblume besitzt eine weitere, besonders für Frauen interessante Eigenschaft,
denn sie fördert mit ihrem östrogenhaltigen Wirkstoff den Eisprung
und mildert Beschwerden in den Wechseljahren.

 Auch im Allgäu wurden Hautprobleme gerne mit Ringelblumensalbe behandelt.

Ringelblumen wuchsen schließlich in jedem Bauerngarten und standen aufgrund ihrer mehrere Monate dauernden Blütezeit den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein zur Verfügung.

 Herstellung:

Gepflückt werden die Blüten am besten in der Mittagszeit bei Sonnenschein -
dies garantiert die höchste Wirkstoffdichte für die Weiterverarbeitung.

Eine traditionelle Salbengrundlage ist – nach der österreichischen Kräuterfrau Maria Treben -
reines Schweineschmalz. Da der Geruch nicht jedermanns Sache ist, kommen auch
Butterschmalz, Kokosöl, Lanolin oder Melkfett zum Einsatz. 

Für das nachfolgende Hausrezept verwende ich gerne Melkfett. Es lässt sich
leicht auf der Haut verteilen, wirkt beruhigend und macht auch
raue Gärtnerinnenhände wieder weich und geschmeidig.

Aber Vorsicht: Wer allergisch auf Korbblütler reagiert,
sollte keinesfalls Ringelblumensalbe verwenden!

 

Rezept für Ringelblumensalbe:

200 g reines Melkfett  (Apotheke oder Bioladen)

2 Hände voll frisch gepflückte Blüten, Stiele und Blätter aus biologischem Anbau



Das Melkfett wird zusammen mit den klein geschnittenen Pflanzenteilen geschmolzen und kurz aufgekocht,
bis es weiß aufschäumt. Den Topf sofort von der Herdplatte nehmen, abkühlen lassen und 1 Tag
kühl stellen, damit das Fett alle Wirkstoffe aufnehmen kann.

Am nächsten Tag den Inhalt des Topfes wiederum erwärmen bis das Melkfett flüssig ist,
anschließend durch ein Tuch oder Sieb abgießen.

In gut verschließbare Gläser füllen. Diese am besten kühl und dunkel stellen.
So bleibt die fertige Ringelblumensalbe in der Regel 1 Jahr haltbar.

 Sie haben nun in der zart duftenden, hellgelben Creme die heilende, wohltuende Essenz der
Ringelblume, die ihren Blütenkranz nur bei Sonnenschein öffnet, für sich eingefangen.

In der Blumensprache schenkt uns die Ringelblume mit ihren leuchtend
orange-gelben Blütenköpfen eine wunderbare Botschaft,
die wir so oft in der Hetze des Alltags vergessen:

Lasst uns zufrieden unser Glück genießen!
 

Denken Sie daran – die kleinen Glücksmomente sind unser Glück!
 


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